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Gartentipp: Invasive Goldrute im Garten bekämpfen

Solidago canadensis L., Søborg, Denmark, 20 August 2017

Invasive Goldruten im Kleingarten – was Gartenfreunde wissen sollten

Mit ihren leuchtend gelben Blüten wirken Goldruten auf den ersten Blick attraktiv. Doch nicht jede Goldrute ist für den Garten geeignet. Besonders die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) und die Späte Goldrute (Solidago gigantea) stammen ursprünglich aus Nordamerika und wurden einst als Zierpflanzen nach Europa eingeführt. Heute gelten beide Arten als invasive Neophyten und können heimische Pflanzenbestände gefährden.

Warum sind invasive Goldruten problematisch?

Die beiden Arten breiten sich sehr schnell aus. Sie bilden Tausende flugfähige Samen und vermehren sich zusätzlich über unterirdische Wurzelausläufer. Dadurch entstehen dichte Bestände, die heimische Pflanzenarten verdrängen und die biologische Vielfalt verringern.

Was können Gartenfreunde tun?

Wer invasive Goldruten im Garten entdeckt, sollte frühzeitig handeln:

  • Pflanzen vollständig mitsamt den Wurzeln entfernen
  • Blütenstände vor der Samenreife abschneiden
  • Pflanzenreste nicht in der freien Natur entsorgen
  • Eine weitere Ausbreitung konsequent verhindern

Je früher ein Bestand beseitigt wird, desto einfacher ist die Bekämpfung.

Regelungen im Thüringer Kleingartenwesen

Auch im Kleingarten spielt der Schutz der heimischen Pflanzenwelt eine wichtige Rolle. In der Rahmenkleingartenordnung des Landesverbandes Thüringen ist festgelegt, dass die Kanadische Goldrute und die Späte Goldrute im Kleingarten nicht angebaut werden dürfen. Damit soll verhindert werden, dass sich diese Arten weiter ausbreiten und wertvolle heimische Pflanzen verdrängen. (siehe gartenfreunde-thueringen.de)

Unser Beitrag zum Naturschutz

Mit der Entfernung invasiver Pflanzen leisten Kleingärtnerinnen und Kleingärtner einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wer auf standortgerechte und heimische Pflanzen setzt, schafft nicht nur einen naturnahen Garten, sondern bietet auch Insekten und anderen Tieren wertvolle Lebensräume.

Besser heimische Alternativen pflanzen

Wer auch weiterhin gelbe Blüten im Garten genießen und gleichzeitig etwas für die Artenvielfalt tun möchte, findet zahlreiche heimische Alternativen. Besonders empfehlenswert sind die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea), die Wiesen-Margerite, die Färberkamille, der Gewöhnliche Natternkopf oder verschiedene heimische Glockenblumenarten. Diese Pflanzen bieten vielen Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und fügen sich harmonisch in naturnahe Gärten ein.

Mit der Auswahl heimischer Stauden können Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aktiv zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen und gleichzeitig attraktive Blühflächen schaffen.